Archive für Januar 2009

Tibor Sturm - Rassismus und Selbstverteidigung

Die Geschichte von Tibor Sturm ist nicht alltäglich, oder doch?

Ein schwarzer Mann in Deutschland wird von mehreren weißen Männern mishandelt. Ins Gefängnis muss der Schwarze, nicht die Weißen.

Die Geschichte von Tibor Sturm hat heute ein weiteres Kapitel erlebt. Er wurde aus dem Gefängnis entlassen. Die Gruppe von rechtsradikalen Menschen, die Ihn verprügelt hatten, wurden freigesprochen. Der Kurzfilm zur Geschichte wird in Hamburg im Rahmen des Black History Month am Mittwoch den 25. Februar um 19.30 im Metropolis Kino gezeigt. Als Gäste werden der Filmemacher Otu Tetteh und eventuell sogar Tibor selbst erwartet. Wer am 25. keine Zeit hat, kann sich den Film hier im Internet ansehen. Weitere Infos gibt es auch bei unseren Freunden von Brothers Keepers.

Als Diskussionsthemen schlagen wir diese Fragen vor: Warum kann die überzogogene Selbstverteidigung eines einzelnen Mannes bestraft, ein Krieg mit vielen Todesopfern aber gleichsam ungestraft als Heldentum betrachtet werden? Wie wird institutioneller Rassismus überwunden?

Kayo - Olu kayode Popoola a.k.a. the stubBorn brotha 1970-2008: Wir erinnern uns

Wir erinnern uns an Kayo. Kayo war aktiv in der ISD, Karawane, AntiFa und anderen Bewegungen. Zuletzt engagierte er sich sehr stark in der Initiative Oury Jalloh und versuchte an der Aufklärung dieses Mordes, in welchen die Polizei in Dessau zumindest verwickelt, wenn nicht sogar verantwortlich war, aufzuklären. Er war auch der Gründer des Shango Sounds und bekannt als der “Postermann” als Inhaber von GuerrilJah Market, inc.. 

Am 30. Januar 2008 wurde seine Leiche in der Alster in Hamburg gefunden. Sein letzter Blog Eintrag ist vom 12. Januar 2008 - ein Musikstück von cmdte. babatunde mit dem Titel “It´s all yours”.

Kayo - Rest in Peace

Oury Jalloh: institutioneller Rassismus und Rechtsstaatlichkeit

Januar 2009 - Pressemitteilung der
Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund) e.V.

Oury Jalloh ist am 7. Januar 2005 in einer Polizeizelle in Dessau gestorben. Während eines langen Gerichtsverfahrens, welches am 27. März 2007 begann und erst am 8. Dezember 2008 endete, konnten die Umstände nicht Zweifelsfrei geklärt werden. Der Prozess war gescheitert. Der Grund dafür sind neben widersprüchlichen Zeugenaussagen von Polizeibeamten, welche bis dato scheinbar ohne Nachspiel blieben, und fehlenden Konsequenzen des Richters, welcher zwar eingesteht, dass der Prozess gescheitert ist, sich jedoch mit der „Unmöglichkeit“ der rechtmäßigen Aufklärung abzufinden scheint, auch fehlendes Interesse und Angst der Öffentlichkeit an der Wahrheit. Denn es kommen nur zwei Möglichkeiten in Betracht: entweder hat sich Oury Jalloh tatsächlich selbst umgebracht, oder er wurde ermordet.

 Die von der Staatsanwaltschaft verfolgte Taktik, dass es sich beim Tod von Oury Jalloh um einen Unfall handelte, der auf fahrlässiger Tötung von Polizeibeamten zurückzuführen war, ist schlicht und ergreifend lächerlich, wenn man bedenkt, dass ein mit beiden Armen und Beinen am Bett gefesselter Häftling „aus Versehen“ eine schwer entflammbare Matratze in Brand gesetzt und sich somit unglücklicherweise selbst getötet haben soll. Das es sich nicht um Selbstmord handelte, dessen ist sich sogar der Richter, der die Polizeibeamten aus formalen Gründen freigesprochen hat, sicher. So schreibt der Spiegel über Richter Manfred Steinhoff: „Er kritisierte scharf, dass die Zeugen mit ihren widersprüchlichen Aussagen dafür gesorgt hätten, dass das Verfahren nichts mit einem rechtsstaatlichen Verfahren zu tun gehabt habe.“. Die badische Zeitung schreibt: „Der Vorsitzende Richter Manfred Steinhoff hatte in seiner Urteilsbegründung schwere Versäumnisse bereits bei den Ermittlungen sowie das Aussageverhalten von Polizisten als Zeugen scharf kritisiert.“ Und in der Welt heißt es: „Richter, Staatsanwalt und die Anwälte der Familie sind sich in einem einig: Man könne nicht davon ausgehen, dass sich Jalloh das Leben nehmen wollte.“

 Angefangen von der Behandlung des Gefangenen, der an Beinen und Händen wie ein Schwerstverbrecher im Stile von Hannibal Lecter gefesselt wurde, über die widersprüchlichen Zeugenaussagen von Polizisten, bis hin zu einem Freispruch durch einen Richter, der anscheinend durchaus bestätigt, dass der Freispruch lächerlich ist, müssen wir uns fragen, nicht ob institutioneller Rassismus existiert, sondern wie dieser greifbar gemacht und abgeschafft werden kann.

 Wer die verschiedenen Beweise kennt, von denen Einige unter anderem in einer Dokumentation der ARD  und auch auf der Internetseite der Initiative für Oury Jalloh zu sehen sind (siehe Quellen), der weiß, dass es sich in diesem Fall um Mord handelte. Die Fragen, die offen bleiben, sind also nicht die der Art der Tötung, sondern die Fragen nach den Tätern und den Motiven. Und genau da fängt die Angst der Bevölkerung an. Denn bei einem Mord in einer Polizeizelle muss die Polizei, deren Aufgabe der Schutz des Rechtsstaates ist, in irgendeiner Form involviert gewesen sein. Wenn nun also die Polizei nicht nur involviert ist, sondern auch noch freigesprochen wird, dann funktioniert unser Rechtsstaat nicht und ist in ernster Gefahr. Damit würde die Öffentlichkeit natürlich den Glauben an das Rechtssystem verlieren, und es würde ein Chaos im gesamten Land drohen. Und nur aus genau diesem Grund ist es zu erklären, warum die Staatsanwaltschaft keine Klage wegen Beihilfe zum Mord, sondern stattdessen wegen unterlassener Hilfeleistung eingereicht hat.

 Die große Anzahl an zum Teil ungeklärten Todesfällen durch Polizeigewalt, welche in der Presse ausreichend dokumentiert sind, macht deutlich, dass wir als Nation in der Tat Gefahr laufen, den rechtsstaatlichen Charakter  der Bundesrepublik Deutschland zu verlieren, wenn wir nicht umgehend dafür sorgen, dass die im Gesetzt verankerten Institutionen zum Schutz von Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit ihre Aufgaben erfüllen. Genannt seien hier Beispielhaft nur einige wenige in der breiten Öffentlichkeit bekannten Fälle wie Adem Özdamar - Hagen 2008, Dominique Koumadio – Dortmund 2006, Laye Condé – Bremen 2005, Oury Jalloh - Dessau 2005,   Stefan N. - Berlin 2002. Die Tatsache, dass es hier Handlungsbedarf gibt, ist nicht nur bekannt, sondern wird sogar auf den Internetseiten der Bundeszentrale für politische Bildung beschrieben, um die Allgemeinheit auf diese Missstände aufmerksam zu machen. Der Film „Oury Jalloh“ von Simon Paetau, der 2008 mit dem Deutschen Menschenrechtspreis ausgezeichnet wurde, ist ein weiteres Beispiel für öffentlich dokumentierte und respektierte Hinweise auf die Lücken der Rechtsstaatlichkeit in Deutschland.

 Wir fordern daher in Anlehnung an die Forderungen von anderen Organisationen, u.a. Amnesty International, eine internationale, unabhängige Kommission, die nicht nur die Ursachen für den Tod Oury Jallohs und dessen zweifelhaftes Gerichtsverfahren aufklärt, sondern das Rechtssystem als ganzes auf ungeklärte Fälle von Polizeigewalt und fehlende Rechtsstaatlichkeit untersucht, damit Maßnahmen getroffen werden können, welche institutionellen Rassismus verhindern und die Rechtsstaatlichkeit für alle Menschen in Deutschland, unabhängig von Hautfarbe, Nationalität, Geschlecht, Alter und anderen Merkmalen gleichsam sichern.

Offener Brief - Residenzpflicht

An den Sozialdezernten von Remscheid
Herr Burkhard Mast-Weisz
Rathaus Remscheid
Theodor-Heuss-Platz 1
42853 Remscheid

E-Mail: Mast-weisz@str.de

http://www.remscheid.de/Rathaus/DezII/burkhardmastweisz.htm

Sehr geehrter Herr Mast-Weisz,

Wir, die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund) e.V., haben von dem an Ihr Büro gerichteten offenen Brief von 53 Flüchtlingen aus Remscheid erfahren (http://thecaravan.org/node/1813#TA). Asylbewerber sind in erster Linie in Deutschland, weil sie einen Zufluchtsort suchen, um Gefahren und Bedrohungen, wie z.B. Freiheitsberaubung, im Heimatland zu entgehen. Wir dürfen diese hilfesuchenden Menschen nicht mit neuen Bedrohungen und Freiheitsberaubungen in unserem schönen Staat Deutschland empfangen. Nach unseren Informationen ist die in Deutschland existierende Residenzpflicht für Asylbwerber einmalig in Europa. Diese Einschränkung der Bewegungsfreiheit steht im Widerspruch zu den Grundrechten der Artikel 3 (Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich), Artikel 11 (Alle Deutschen genießen Freizügigkeit im ganzen Bundesgebiet) und Artikel 16 (Politisch Verfolgte genießen Asylrecht). Wenn alle Menschen gleich sind, dann dürfen nicht nur Deutsche, sondern auch Asylbewerber Freizügigkeit im ganzen Bundesgebeit genießen. Etwaige Einschränkungen können bestenfalls auf dringendem Tatverdacht basieren, denn auch die Unschuldsvermutung ist ein Grundprinzip der Rechtsstaatlichkeit, welche für alle Menschen gilt und somit der Residenzpflicht zweifellos Widerspricht.

Wir bitten Sie daher, sich zusammen mit den Flüchtlingen für eine Gesetzesänderung einzusetzen, welche die Residenzpflicht, Kameraüberwachung und ähnliches abschafft. Ferner bitten wir Sie, im konkreten Fall Remscheid eine schnelle Lösung im Sinne aller Beteiligten zu finden.

In Erwartung Ihrer Zusammenarbeit mit allen Flüchtlingen und interessierten Menschen und Organisationen zur einvernehmlichen Lösung dieser Situation, u.a. durch Gesetzesänderungen, verbleiben wir
mit freundlichem Dank und Gruß

Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund) e.V.

Sikumoya - der schwarze Nazi

Dieser Film der low-budget Filmemacher Tilman König und Karl Friedrich König wurde 2006 in Deutschland gedreht. Um es vorwegzunehmen: Sikumoya – der schwarze Nazi, hat nicht nur den Oskar für besten ausländischen Film verdient, sondern auch den Oskar für bestes Drehbuch, beste Regie und besten Hauptdarsteller. Natürlich werden auch europäische Auszeichnungen, wie die Goldene Palme, der Goldene Bär, etc., nicht um diesen Film herum kommen.

Der Film beschäftigt sich im Kern mit der Frage: Was bedeutet es, deutsch zu sein. Dabei werden auch die Fragen aufgeworfen, wie man das deutsch sein und seine deutsche Identität beweisen kann, welche kulturellen und anderen Faktoren zum deutsch sein beitragen, wer letztendlich über Staatsangehörigkeit und Kulturangehörigkeit entscheidet, und schließlich auch die Fragen, warum Jugendliche in rechtsradikalen Parteien mitmachen, auf welcher Basis Rassismus begründet wird und wie wir sowohl dem wissenschaftlichen Rassismus als auch dem rechtsradikalen Nachbarn auf der Straße begegnen können. Ganz nebenbei wird auch noch dargestellt, wie die Ausländerfeindlichkeit, oder nennen wir es fehlende Sensibilisierung für andere Kulturen, bei einigen Mitarbeitern verschiedener Behörden das Leben für Ausländer und das Zusammenleben von Ausländern mit Deutschen erschwert. Auch Frauenfeindlichkeit und andere Themen kommen im Film vor. Ja, Sie haben sich nicht verlesen. In diesem 65-minütigen low-budget Film werden nicht nur diese vielen Fragen gestellt, sondern sogar beantwortet. Zugegeben, die Ausführlichkeit der Antworten ist aufgrund der Filmlänge limitiert, dies reduziert jedoch nicht die Tiefe und Gründlichkeit, mit der diese Themen dargestellt werden.

An dieser Stelle würde ich Sie bitten, sich jetzt zuerst den Film anzusehen. Aber ich möchte die Filmkritik an diesem Punkt natürlich noch nicht beenden.

Der Filmtitel könnte darauf hindeuten, dass dieser Film ein Paradox beschreibt. In der Tat ist eine mögliche Interpretation des Titels und des flüchtigen Zuschauers die, dass in diesem Film primär der scheinbar unmögliche Widerspruch eines schwarzen Menschen, der mit einem extremen Akt der Anpassung an die deutsche Leitkultur zum Nazi mutiert, dargestellt wird. Wie oben bereits beschrieben, steckt allerdings sehr viel mehr dahinter. Die Hauptabschnitte des Films lassen sich so zusammenfassen: 1) stilistischer Rahmen, 2) Einbürgerung, 3) Vergangenheitsbewältigung, 4) Eingliederung, 5) Verständnis und Aufarbeitung der Geschichte.

  1. Stilistischer Rahmen

Der Film wird gekonnt in einen Rahmen gesetzt, der an die Zeiten des Expressionismus, insbesondere an den Filmklassiker Das Cabinet des Dr. Caligari aus dem Jahr 1920 erinnert. Dieser Rahmen ist ein Treffen von Sikumoyas Therapeuten und einem Polizisten oder Staatsanwalt. Während dieses Treffens wird die Geschichte Sikumoyas in Teilstücken erzählt. Der Anwesenheit eines Psychologen, welcher am Ende des Films aussagt, dass die Anklage des Parteichefs der NPO gegen Sikumoya wegen Totschlags auf der „Fantasie eines psychisch Kranken“ basiert, ist es zu verdanken, dass es auf den ersten Blick so aussieht, als würde Sikumoya selbst psychisch krank sein und darum versucht Mitglied der NPO zu werden. Genau wie bei Caligari ist es auch in diesem Film so, dass der Rahmen dazu auffordert, sich darüber Gedanken zu machen, was eigentlich die Realität, und wo bzw. wer letztendlich psychisch krank ist.

  1. Einbürgerung

Der erste Abschnitt des Films befasst sich mit der Frage der Einbürgerung. Sikumoya liest dabei diverse Fragen eines Einbürgerungstests laut vor, fragt im Laufe der Zeit verschiedene deutsche Personen vergeblich nach Antworten, inklusive einer Mitarbeiterin der Sozialbehörde, und muss am Ende feststellen, dass er, als neu-deutscher, viel mehr über deutsche Gedichte, die deutsche Geschichte und deutsche Geographie weiß, als alle anderen Deutschen um ihn herum. Um dies zu unterstreichen und durch den ganzen Film immer wieder in das Bewusstsein der Zuschauer zu bringen, zitiert Sikumoya während des gesamten Films immer wieder zwischendurch verschiedene Teile eines Gedichts von Goethe.

  1. Vergangenheitsbewältigung

In diesem Teil des Films konfrontiert Sikumoya Vogt einen jungen rechtsradikalen - Freund der Tochter von Sikumoyas Freundin. Resultat der Konfrontation ist eine schwere Tracht Prügel, nach der Sikumoya für längere Zeit im Krankenhaus liegt. Nach der Heimkehr verschanzt sich Sikumoya in seiner Wohnung, um mehrere Monate lang die deutsche Geschichte, insbesondere den Nationalsozialismus, intensiv zu studieren. Er wird sozusagen ein Experte darin, was es aus der Sicht der Nazis heißt, deutsch zu sein.

  1. Eingliederung

An dieser Stelle tritt Sikumoya nun der Gruppe junger rechtsradikaler bei, mit dem Ziel, in die rechtsradikale Nationale Partei des Ostens NPO aufgenommen zu werden. In dieser Zeit fragt er auf der Straße andere Menschen, die nicht auf den ersten Blick „deutsch aussehen“, nach deren Herkunft, ganz so, wie es andere Deutsche tun (Sikumoya ist inzwischen eingebürgert und hat seinen Einbürgerungstest ohne Fehler bestanden). Als er einen Ausländer antrifft, verprügelt er diesen – einfach so – wie es einige Nazis auch tun würden. Am Ende dieses Abschnitts, als Sikumoya mit einem jungen rechtsradikalen in dessen Wohnung sitzt und sich über dessen Beweggründe für Rassismus unterhält, wird deutlich, dass Sikumoya nicht bei den Nazis mitmacht, um sich selbst als Deutscher zu fühlen, sondern um die rechtsradikale Jugend und die Ideologie der Neonazis zu verstehen. Sikumoya ist immer noch dabei, das Deutsch sein zu studieren.

  1. Verständnis und Aufarbeitung der Geschichte

Am Ende des Films werden die noch offenen Fragen aufgeklärt. Klar ist, dass weder das Wissen über deutsche Philosophen, noch die Kenntnis der deutschen Nationalhymne und auch nicht die Verinnerlichung deutscher Tugenden für einen schwarzen Menschen in Deutschland ausreichen, um als Deutscher anerkannt zu werden. Es wird deutlich, dass es keine logischen Gründe für Rassismus gibt, dass selbst Neonazis sich dessen bewusst sind, und dass die Jugend nur aus Langeweile und mangels fehlender Alternativen in den sog der Neonazi Bewegung gezogen wird. Als sogar Parteichef Huber zugibt, dass er die Jugendlichen Neonazis nicht als echte Deutsche akzeptiert und diese nach erfolgreicher „deutscher Revolution“ weg sperren würde, ist der Höhepunkt erreicht. Alle deutschen Tugenden, die Parteichef Huber immer fordert, werden offensichtlich von ihm selbst nicht einmal eingehalten. Als logische Strafe wird der Nazichef mit seinen eigenen Waffen geschlagen – er wird von Sikumoya im Küchenherd vergast – allerdings nicht tödlich. Sikumoya ist am Ende froh, all diese Fragen über das Deutsch sein beantwortet bekommen zu haben und fährt, wie Easy Rider, auf einem Motorrad mit seiner weißen deutschen Freundin in die Freiheit.

 

Sikumoya-Rezension

Sikumoya Webseite

Januar 2009 - von Martin Luther King bis Barack Obama

Am 15. Januar 1929 wurde Martin Luther King, jr. geboren. Dieses Wochenende wird sein Name überall auf der Welt geehrt. Am 20. Januar 2009 wird Barack Obama der erste Schwarze Präsident der Vereinigten Staaten sein. Auch dieses Ereignis wird weltweit geehrt werden. Auch wir wollen diesen beiden Personen unsere Hochachtung aussprechen, und dabei vielen weiteren Personen gegenüber Respekt und Anerkennung ausdrücken, die in den Medien vergessen werden. Hier eine Kurze Liste von Personen mit Zitaten. Wir bitten alle Leser in den Kommentaren dieses Artikels weitere Personen und Zitate von euch wichtigen Menschen zu nennen. 

Martin Luther King, jr. -”I have a dream that my four little children will one day live in a nation where they will not be judged by the color of their skin but by the content of their character.”

Barack Obama -”This is the moment when we must come together to save this planet”

Nelson Mandela - “Education is the most powerful weapon which you can use to change the world“ 

Malcolm X - “You can’t separate peace from freedom because no one can be at peace unless he has his freedom.”

Kwame Nkrumah -ehemaliger Staatspräsident von Ghana “we must be prepared to bury the past with its unpleasant memories and look to the future

Samuel Mqhayi und Enoch Sontonga - Authoren der politischen Hymne und Teil der Südafrikanischen Nationalhymne “Nkosi Sikelel’ iAfrika” –>  Lord bless Afrika and end all conflicts

Miriam Makeba and Hugh Masekela - Politsche Musiker aus Südafrika - “Amandla

Black History Month - bald geht’s los!

Im Februar wird in den U.S.A. und in zahlreichen anderen Ländern mit Schwarzer Gemeinschaft alljährlich der “Black History Month” mit verschiedenen Veranstaltungen zu Schwarzer Kultur und Geschichte zelebriert. Diese Tradition geht bis ins Jahr 1926 zurück als der Historiker Carter G. Woodson die NEGRO HISTORY WEEK initiierte um über Errungenschaften Schwarzer Geschichte zu unterrichten.

Seit dem ersten Hamburger BHM vor 12 Jahren, der anfangs in kleinerem Rahmen von der US-amerikanischen Sängerin Cynthia Utterbach initiiert wurde, ist die Popularität und das Programm stetig gewachsen.

Mit einem reichhaltigen Programm aus künstlerischen Darbietungen diverser musikalischer Stilrichtungen, Tanzvorführungen, Vorträgen, Diskussionen, Ausstellungen, Filmbeiträgen, Poetry, Lesungen, Workshops, Talkshows, kulinarische Spezialitäten, Kunsthandwerk und einem speziellen Jugendprogramm erreichte der BHM in Hamburg ein stetig wachsendes Publikum.
Neben vielen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen jeden Alters gelang es in der Vergangenheit auch Medien wie das NDR Fernsehen , ARTE - Fernsehen, Stadtmagazin SZENE, Hamburger Abendtblatt, Spiegel-online, Lo’Nam Magazin und das African Heritage Magazin zu interessieren, welche daraufhin Berichte veröffentlichten. Der BHM bietet diesbezüglich eine gute Möglichkeit für eine positive Berichterstattung über ” Schwarze Themen ” und steigert damit die öffentliche Wahrnehmung der Schwarzen Bürger und Bürgerinnen Hamburgs als Teil der Gesellschaft .

Da die in Hamburg lebenden Menschen mit familiärem Schwarzem / afrikanischen Hintergrund in unterschiedlichen Ländern und Kulturen wurzeln und sich im alltäglichen Leben wenig Berührungspunkte ergeben, bietet die Atmosphäre während des BHM eine besondere Gelegenheit sich auszutauschen, zu präsentieren und neue interkulturelle Kontakte zu knüpfen.
Angesprochen sind dabei auch alle Schwarzen Organisationen, die in ähnlicher Richtung tätig sind , in dieser Zeit die Möglichkeit der Bildung von Partnerschaften und Kooperationen zu nutzen und damit die Gemeinschaft als Ganzes zu stärken.

Die Veranstaltungen des BHM stehen allen interessierten Menschen offen und fördern ein besseres Verständnis untereinander. Für Kinder und Jugendliche bietet sich eine gute Möglichkeit der positiven Identifikation mit der Schwarzen Gemeinschaft Hamburgs.

Alle Infos über den Hamburger Black History Month, inklusive der Termin findet man hier: klick

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